Auf den ersten Blick erscheint eine verbundene Leben im Rahmen der Risiko-LV praktisch: Mehr als eine Person kann versichert werden und für Ehepartner, Lebensgemeinschaften und Geschäftspartner wirkt diese Versicherungsart wie eine sinnvolle Wahl.

 

 

 

 

Bei näherem Hinschauen sollten aber folgende Punkte beachtet werden:

  • Die Versicherungsleistung wird in der Regel nur einmal fällig, d. h. der Vertrag endet.
  • Neuabschluss für den hinterbliebenen Partner, z. B. bei Eltern erforderlich.
  • Erneute Gesundheitsprüfung notwendig.
  • Höheres Eintrittsalter bei neuem Vertragsabschluss führt zu höheren Beiträgen.
  • Vertragsabschluss des einen Partners wird ggf. durch ausstehende Gesundheitsprüfung des anderen Partners gehemmt.

Daher sollte statt über eine verbundene Leben über Einzelverträge auf Gegenseitigkeit (sog. Überkreuz-Verträge) nachgedacht werden.

 

Bei Verträgen auf Gegenseitigkeit erhält der jeweilige Versicherungsnehmer die Versicherungsleistung aus seinem eigenen Vertrag. Diese unterliegt nach aktueller Rechtslage nicht der Erbschaftssteuer.

Voraussetzungen: Die Beitragszahlung erfolgt vom Konto des Versicherungsnehmers und der Versicherungsnehmer ist bezugsberechtigt.

 

In allen anderen Fällen kann Erbschaftssteuer für den Zahlungsempfänger anfallen. Je nach Beziehung zwischen dem Verstorbenen und dem Erben existieren jedoch Freibeträge:

500.000 €

 

400.000 €

 

200.000 €

 

100.000 €

 

 20.000 €

 

 20.000 €

Für Ehepartner und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft

 

Für Kinder und Enkelkinder, deren Eltern verstorben sind sowie für Stief- und Adoptivkinder

 

Für Enkelkinder

 

Für Eltern und Großeltern

 

Für Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehepartner und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft

Für alle anderen Empfänger, z. B. nicht eingetragene Lebenspartner, Geschäftspartner

 

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